Champagner- und „Gemeinheiten” segeln … beides war dabei beim zweiten inklusiven Segeltrainingscamp des SVW vom 10. – 12. Mai am Schanzenberg

Neun Seglerinnen und Segler, davon sechs SVW-Mitglieder und drei befreundete, externe Inklusionssegler*innen trafen sich am Himmelfahrtswochenende am Schanzenberg, um mit Calle (dem bis Ende 2023 bei uns tätigen Segeltrainer) Regattataktiken, Startprozedere, Regelkunde usw. zu trainieren.

Freitag nachmittag war nach einer Theorieeinheit die erste Praxissession auf dem Wasser angesagt. Bei eher lauen Winden ging es um Boots- und v.a. Gennakerhandling.

Sven und André (abwechselnd auf dem MoBo ) verlegten mit Calle immer wieder die Regattatonnen, kurze up and downs brachten uns ordentlich ins Schwitzen.

Samstagvormittag trafen wir uns am Steg, um erstmal ordentlich Regelkunde zu betreiben.

Danach trainierte Calle mit uns, wie er es nannte, „Fuck-up-Segeln”, also die Regattabahn absegeln und alle möglichen und unmöglichen technischen und Wettfahrtleiter-verursachten Störfälle bewältigen wie z.B. Leinen reißen oder verharken sich, Ruderblatt klappt hoch, die Steuerung blockiert, ungerechtfertigte Kringel, die in 15 sec. nach Zuruf getätigt werden müssen usw. usw.. Da die internationalen Klassenvorschriften der RS Venture Connect vorschreiben, dass die Segler*innen sich während der Wettfahrten nicht aus den Sitzen erheben dürfen, waren manche dieser „eingebauten” Probleme ziemlich schwierig zu lösen. Trotzdem waren alle mit Spaß und manchmal ordentlichem Fluchen bei der Sache. Nachmittags frischte der Wind kräftig auf und bescherte uns bei herrlichem Sonnenschein wahrhaftiges Champagnersegeln in den Abendstunden.

Samstagabend gab Stefan Borchard dann für uns den Grillmaster – vielen Dank, Stefan, für Deinen Einsatz am Grill zur „Rettung” der hungrigen Segler*innen. Unser Dank gilt aber ebenso Nicole und Silvia für ihren großartigen Service und unermüdliche Hilfe beim Tischdecken, Kaffeekochen, Brote schmieren, Kuchenbuffet herrichten, usw…. Ihr wart klasse ! Ebenso wie Thorsten Ambrosius, der sich mit um unsere drei Schiffe kümmerte ebenso wie um den Transfer der Rollifahrer*innen, sofern sie dabei Hilfe benötigten.

Der Sonntag begann wie auch schon der Samstag mit einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück. Danach hatte Calle für uns bei mittlerweile kräftigen Winden die Aufgabe parat, die Starts zu trainieren, d.h. möglichst bei Null an der Startlinie mit ordentlich Speed zu sein.

Wir wechselten immer wieder die Crews durch, das machte das Ganze noch spannender.

Insgesamt waren alle Teilnehmer*innen sich im Abschlußgespräch am Nachmittag einig, dass wir bei besten Bedingungen neben viel Spaß auch viel gelernt haben und der Erkenntnisgewinn hoch war. Einhellig war der Wunsch, im kommenden Jahr wieder ein Inklusionstrainingscamp mit Calle zu veranstalten

Ein herzliches Dankeschön an Calle für sein Engagement!
Dorothee Nuthmann, 16.05.2024

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