Am 20. Juni 2026 war es wieder soweit: Zur Sommersonnenwende hatte der Segler-Verein Wakenitz zur Langstreckenregatta um das Blaue Band vom Ratzeburger See eingeladen. Die Wettervorhersage versprach viel Sonne und wenig Wind. Um 12.00 Uhr gingen 40 Boote an den Start und kamen bei einer leichten Brise zunächst langsam, aber stetig voran. Die Strecke führte vom Start vor dem SVW zunächst zur Tonne 1 bei Pogeez, anschließend zur Tonne 2 vor Ratzeburg und von dort direkt zurück ins Ziel vor dem SVW. Die schnellen Boote erreichten Tonne 1 noch unter Segeln und setzten ihren Weg Richtung Ratzeburg fort. Ab etwa 13.00 Uhr ließ der Wind jedoch zunehmend nach, bis er gegen 15.00 Uhr vollständig einschlief. Bei Windstärke 0 ging auf dem Wasser nichts mehr, während die Sonne erbarmungslos vom Himmel brannte. Um 16.00 Uhr endete die Regatta mit Erreichen des Zeitlimits. Bereits am Nachmittag zeichnete sich ab, dass kein Boot das ursprüngliche Ziel erreichen würde. Die Regattaleitung entschloss sich daher, die Bahn zu verkürzen und das Ziel den Teilnehmern entgegenzulegen. Trotz dieser Maßnahme schafften es bis zum Zeitlimit lediglich drei Boote über die Ziellinie. Im Anschluss waren alle Motorboote im Einsatz, um die auf dem See verstreuten Segler in Schlepp zu nehmen. Unser herzlicher Dank gilt den benachbarten Vereinen, die uns dabei mit ihren Motorbooten tatkräftig unterstützt haben.
Ergebnisse: 40 Boote am Start und 3 Boote im Ziel
Sieger des Blauen Bandes 2026 wurde die Z-Jolle G 500 mit Kim Brandt, Natalie Weichert und J. Schreiber. Als zweites Boot erreichte die J22 mit Birgit Augurtzki und Steuermann Niels Augurtzki das Ziel und gewann zugleich die Klassenwertung. Den Sieg in der Klasse Frauscher h26 errang GER 50 mit Klaus Abraham, Uwe Wulf und Monika Krull. Den Sonderpreis für besonderes Durchhaltevermögen erhielten die Jugendlichen Caroline und Luise Helten, Martha Sanders sowie Marthe Howe mit ihrer RS Venture SE. Sie lehnten jede Hilfe ab und paddelten ihr Boot von Buchholz aus aus eigener Kraft nach Hause. Ein weiterer Jugendpreis ging an den ILCA-7-Segler für seinen besonderen Einsatz und sein Durchhaltevermögen.
Sonnenwendfeier: Die traditionelle Sonnenwendfeier begann aufgrund der außergewöhnlichen Wetterlage mit einiger Verzögerung. Zum einen musste die Siegerehrung verschoben werden, damit alle Seglerinnen und Segler ihre Boote aufklaren und sich nach dem langen Tag auf dem Wasser erfrischen konnten. Zum anderen waren viele Mitglieder des Festausschusses selbst bis zum Schluss auf dem See im Einsatz. Dank zahlreicher fleißiger Helfer waren die meisten Vorbereitungen jedoch bereits abgeschlossen. So konnten nach der Siegerehrung die reichhaltige Auswahl am Küchentresen sowie die Getränke am Bierwagen in geselliger Runde genossen werden. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern, die Getränke ausgeschenkt, Essen ausgegeben, Fische gebraten und den Grill betreut haben. Ebenso bedanken wir uns bei der Regattaleitung auf dem Hochstand sowie bei den Besatzungen der Motorboote für ihren engagierten Einsatz auf dem Wasser.
Mit sportlichen Grüßen